Sonderklasse
Zweibett- oder Einbettzimmer, freie Arzt- und Spitalswahl, Direktverrechnung mit den Vertragskrankenhäusern. Als Unfall-, Einstiegs- oder Volltarif.
Tarife und PrämienDie Sonderklasse nach einem Unfall gibt es ab 7,74 Euro im Monat, den vollen Spitalsschutz für eine 30-Jährige im Gruppentarif der Wiener Städtische je nach Bundesland und Selbstbehalt für 53 bis 116 Euro. Wer früh abschließt, sichert sich die Prämie seines Eintrittsalters und den Gesundheitszustand von heute.
Anbieter vergleichenSonderklasse für Kinder mit Umstiegsrecht
Prämienunterschied zwischen Bundesländern
höchste Wartezeit für Entbindungen
Privatarzt pro Jahr in der höchsten Stufe
In Österreich ersetzt die private Krankenversicherung die gesetzliche nicht, sie ergänzt sie. Die Sozialversicherung deckt die medizinische Grundversorgung, die private zahlt die Extras: das Zimmer und die Arztwahl im Spital, den Wahlarzt ohne Kassenvertrag, Therapien, Brillen und Zahnersatz über die Kassenleistung hinaus. Jeder dieser Bereiche ist ein eigener Tarif, der sich einzeln abschließen lässt.
Zweibett- oder Einbettzimmer, freie Arzt- und Spitalswahl, Direktverrechnung mit den Vertragskrankenhäusern. Als Unfall-, Einstiegs- oder Volltarif.
Tarife und PrämienRest der Wahlarzt-Rechnung nach der Kassenerstattung, ohne Kassenleistung meist 80 Prozent, bis zu einem Jahreshöchstbetrag von 1.400 bis 10.262 Euro.
Mehr erfahrenZahnbehandlung, Zahnersatz und Kieferorthopädie als eigener Tarif. Die gesetzliche Wartezeit darf bis zu acht Monate betragen.
Mehr erfahrenAlle Bausteine mit Höchstbeträgen und Zusatzprämien: Leistungen im Überblick.
Der reine Unfall-Tarif ist billig, weil er die häufigsten Gründe für einen Spitalsaufenthalt nicht deckt: Krankheiten, Operationen ohne Unfall und Geburten. Die DONAU verlangt dafür 7,74 Euro im Monat bei 20 und bei 35 Jahren. Einstiegstarife mit Umstiegsrecht kosten fast das Doppelte, bei DONAU SmartStart und dem gleich bepreisten Tarif der Wiener Städtische 14,16 Euro mit 20 Jahren, und erlauben später den Wechsel in den Volltarif ohne neue Gesundheitsprüfung. Wer heute gesund ist, sichert sich damit den Zugang zum vollen Schutz.
Fast alle Volltarife gibt es mit und ohne Selbstbehalt. Wichtiger als die Höhe ist, ab wann er fällig wird: Bei der Wiener Städtische für Erwachsene ab dem 40. Geburtstag, bei der DONAU ebenfalls ab 40, bei UNIQA erst ab 45, bei der Generali in der Variante für junge Kunden ebenfalls ab 45. Wer jung abschließt, zahlt also jahrelang die günstigere Prämie, ohne den Selbstbehalt je zu spüren. In Oberösterreich kostet der Volltarif der Wiener Städtische für eine 45-Jährige mit dem höchsten Selbstbehalt 89,76 Euro, ohne 136,27 Euro im Monat.
Manche Versicherer rechnen für jedes Bundesland eine eigene Prämie. Im Gruppentarif der Wiener Städtische (Auflage 01/2026) zahlt eine 30-Jährige ohne Selbstbehalt in Vorarlberg 77,72 Euro, in Wien 116,34 Euro. Auch der Selbstbehalt ab 40 hängt vom Bundesland ab, in Wien beträgt er in der günstigsten Variante 1.421 Euro im Jahr, in Vorarlberg 949 Euro. Die Merkur bietet umgekehrt einen Regionalvorteil an: niedrigere Prämie, wenn die Deckung auf das eigene Bundesland beschränkt bleibt.
Für Entbindungen dürfen Versicherer laut § 178d Versicherungsvertragsgesetz bis zu neun Monate Wartezeit vorsehen. Der Volltarif muss daher stehen, bevor eine Schwangerschaft eintritt. Unfall- und Einstiegstarife decken die Geburt nicht. Für das Neugeborene gibt es Babyoptionen, die eine Aufnahme ohne Gesundheitsprüfung sichern, bei der Generali sogar mit sechs prämienfreien Monaten. Alles zu Geburt, Baby und Kinderprämien: Familie.
Bei UNIQA, DONAU, Wiener Städtische und Merkur lässt sich der Vertrag erstmals zum Ende des dritten Versicherungsjahres kündigen, bei UNIQA mit einem Monat Frist, bei den anderen mit drei Monaten. Danach ist eine Kündigung jährlich möglich. Ein späterer Neuabschluss bedeutet neue Gesundheitsfragen und ein höheres Eintrittsalter, deshalb lohnt der Blick auf die Upgrade-Rechte: Bei DONAU und Wiener Städtische ist der jährliche Wechsel in eine Variante mit niedrigerem oder ohne Selbstbehalt bis 60 ohne Gesundheitsprüfung möglich.
Marktführer in der privaten Krankenversicherung, 2025 rund 1,48 Milliarden Euro Prämien in dieser Sparte. Seit September 2026 Sonderklasse in vier Stufen von Start bis Premium, Selbstbehalt erst ab 45.
UNIQA im DetailÄlteste Versicherung Österreichs, gegründet 1798 in Graz, nach eigenen Angaben zweitgrößter privater Krankenversicherer. Sonderklasse als Baukasten von Unfallschutz bis Optimum.
Merkur im DetailGrößte Einzelgesellschaft der Vienna Insurance Group, 125 Geschäftsstellen. Vollständige Prämientabellen ihres Gruppentarifs bestHEALTH sind öffentlich.
Wiener Städtische im DetailMedCare-Tarife mit Option auf Sonderklasse für bis zu zehn Jahre, Baby-Option mit sechs prämienfreien Monaten und Prämienbonus ab 65.
Generali im DetailEbenfalls Vienna Insurance Group. Veröffentlichte Prämien für Unfall-Sonderklasse und SmartStart, kein Selbstbehalt zwischen 20 und 40.
DONAU im DetailNach Unfall ab 7,74 Euro im Monat. Der Volltarif kostet im Gruppentarif der Wiener Städtische mit 30 Jahren zwischen 53,11 Euro (Vorarlberg, mit Selbstbehalt) und 116,34 Euro (Wien, ohne Selbstbehalt).
PrämientabellenWenn bei einem Spitalsaufenthalt Zimmer, Termin und Arzt selbst gewählt werden sollen, bei Kinderwunsch vor der Schwangerschaft und für alle, die regelmäßig zu Wahlärzten gehen.
EntscheidungshilfeVor dem Abschluss sind Gesundheitsfragen zu beantworten, vollständig und ehrlich. Vorerkrankungen können zu Zuschlägen, Ausschlüssen oder einer Ablehnung führen.
Gesundheitsfragen erklärt